Ein Jahr ist schon wieder vorbei, also haben Martina Bonss und Tanja Sprenger nach ihrem freiwilligen weltwärts – Einsatz im Centro Social San Bonifacio von Independencia Abschied genommen. Natürlich ging es auch diesmal nicht ohne Tränen ab – wer kommt schon nach so langer Zeit aus Ayopaya fort, ohne dass ihn Emotionen ergreifen?
Der Missionskreis Ayopaya dankt den beiden sehr herzlich für ihren Einsatz. Er wünscht ihnen für die Zukunft, dass sie die vielen Erlebnisse zu Erfahrungen verarbeiten. Wir hoffen, dass sie den Menschen und Einrichtungen in Ayopaya verbunden bleiben. Gottes Segen und viel Erfolg!
Der contdown läuft! Die zweite Woche der Vorbereitung der Freiwilligen für die Ausreise nach Bolivien hat begonnen. Drei Freiwillige des Missionskreises Ayopaya sind im Caritas-Pirckheimer-Haus zusammen mit anderen Freiwilligen, um sich auf das Jahr im Ausland vorzubereiten. Diese gehen außer nach Bolivien in die Länder Senegal, Peru, Indien und Tansania. Der Missionskreis Ayopaya ist mit dem BdKJ Bamberg eine Kooperation eingegangen. Das Referat Weltfreiwilligendienste unter Leitung von Alexandra Keller hat die Vorbereitung und die Administration der weltwärts-Dienste übernommen. Am 3. September startet der Flieger nach Cochabamba, wo Carina Redel, Elisabeth Heinrich und Michael Schwarz ein Jahr lang im Centro Social San Bonifacio arbeiten werden.
Die Vorbereitung wird abgeschlossen mit dem Entsende - Gottesdienst. Diözesanjugendseelsorger Detlev Pötzel feiert ihn mit den Jugendlichen und allen Angehörigen in St. Otto in Bamberg am Samstag, 1. August um 18.30 Uhr. Danach sind alle Teilnehmer noch zu einem Empfang ins Bistumshaus St. Otto eingeladen. Alle, die für das Gelingen des Einsatzes mitbeten wollen, sind herzlich dazu eingeladen!
Ein persönlich gefärbter Rückblick
Prof. Dr. Joseph Renker, von 1983 – 1997 Vorsitzender des Missionskreises Ayopaya, hat beim 40jährigen Jubiläum am 20. April 2008 eine Einführung in das Thema „Die großen Werke und ihre kleinen Geschwister“ gegeben. Dieser Blick in die Geschichte des Missionskreises beleuchtet gut, welche Rolle kleine Organisationen neben den großen kirchlichen Hilfswerken spielen können.
Als der Vorsitzende, Raimund Busch, mich bat, diese Einführung zu geben, hat er dringende drei Wünsche beigefügt:
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nicht zu wissenschaftlich
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nicht zu viele Jahreszahlen
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nicht zu trocken, eher heiter.
Das kann ja heiter werden; und es wird nur sporadisch. Denn 40 Jahre lassen sich nicht in 20 Minuten erfassen. Außerdem ist es rein subjektiv, … womit die erste Bedingung („nicht zu wissenschaftlich“) erfüllt wäre. weiterlesen »
Auch im Centro Social in Independencia wird Fasching gefeiert. Mit selbstgebastelten Girlanden wird der Saal geschmückt. Nachmittags feiern die Kinder vom Dorf. Sie haben sich verkleidet. Am Abend feiern und tanzen die SchülerInnen der beiden Internate.
Im Dorf findet außerdem ein Faschingsumzug statt, an dem verschiedene Gruppen teilnehmen.
40 Jahre Arbeit des Missionskreises Ayopaya
“Was hat er wohl gesehen? Wie ist es ihm gegangen?” Wahrscheinlich haben solche Fragen die mehr als 80 Zuhörer in das Pfarrzentrum St. Marien in Erlangen gebracht. Pfr. Reinhold Seidl war der Referent am Weltmissionssonntag, dem 26.10.2008, und er berichtete von seinen Erlebnissen und Eindrücken. Er war einer der 15 Teilnehmer der Reise wegen des 40 jährigen Bestehens des Missionskreises Ayopaya. Dieser Anlass wurde vom 22.-24. August in Independencia gefeiert. Vor allem die schroffen Gegensätze in Bolivien haben ihn fasziniert: Hochland -Tiefland, Stadt – Land, arm – reich, P. Manfredo – P. José als unterschiedliche Missionarstypen, Aufbauen – Erhalten, Frömmigkeit – Aberglaube.
Interessant wurde der Vortrag nicht nur durch die Eindrücke, die Pfr. Seidl bei seiner ersten Reise nach Bolivien und Ayopaya gesammelt hat. Raimund Busch, Vorsitzender des Missionskreises und seit seiner Zeit als Entwicklungshelfer von 1977 – 1980 mit dem Land vertraut, begleitete die Impressionen mit Sachinformationen über Land und Leute, über Hintergründe und geschichtliche Wurzeln manchen Verhaltens. So wurden zwar einige negative Beobachtung ein wenig verständlicher, aber längst nicht alles ist für Europäer klar. Warum werden die Toilettenanlagen nicht besser in Schuss gehalten? Warum wird die Wand neu gestrichen, aber die heruntergelaufene Farbe nicht aufgewischt? Kleinigkeiten, wenn man die riesige Kluft zwischen Menschen in Dörfern auf dem Land und in den Luxusvillen oder Hochhäusern der Städte betrachtet. Und so klang der Vortrag auch aus mit bewundernden Worten von Pfr. Seidl: “Ich bewundere diesen unbändigen Lebens- und Überlebenswillen der Menschen in Bolivien. Und ich bewundere die Missionare, die von Deutschland aus nach Bolivien gegangen sind und gehen und dort unter den ganz anderen Bedingungen leben und Zeugnis vom Evangelium geben.”
Vor dem Vortrag war in der Kirche St. Marien die Ausstellung “Schritt für Schritt Leben gewinnen. 40 Jahre Missionskreis Ayopaya” eröffnet worden. Sie ist dort noch bis zum 9. November zu sehen.
Im Übrigen hat die Veranstaltung durch den Erlös aus Essen und Trinken einen Erlös von 210 € für Ayopaya gebracht. Natürlich fragten einige Teilnehmer, wie sie eine Spende an den Missionskreis geben könnten; jetzt hätten sie kein Geld dabei. Kein Problem, neben dem üblichen Überweisungsweg gibt es die Möglichkeit der Online-Spende. Ein Knopfdruck auf den entsprechenden Button auf der homepage, und man wird sicher zur guten Tat geführt…
Endlich war es so weit. Nach dem Ayopaya-Tag in Nürnberg am 20. April 2008 mit Gästen aus Bolivien wurde in Independencia das Jubiläum gefeiert.
Hier eine kurze Zusammenfassung der Einladung von Schwester Verena:
“Die erste große Veranstaltung beginnt am Abend des 22. August 2008 im Hof der Schule “Fe y Alegría”.
Am Samstag, 23. August 2008, finden den ganzen Tag Aktivitäten im Centro Social San Bonifacio statt.
Ein Festgottesdienst wird in der Gemeindekirche am Sonntag Mittag gefeiert. Abschließend zeigen ortsansässige Gruppen auf dem Sportplatz im Centro Social verschiedene Aufführungen.”
Einige FreundInnen des Missionskreises Ayopaya mit Vertretern des Vorstandes haben an diesem Wochenende in Independencia mitgefeiert. Erzbischof Prof. Dr. Ludwig Schick aus Bamberg hat ebenfalls teilgenommen.
Über dieses Wochenende und über die Erlebnisse bei der Reise werden wir Sie im Herbst-Rundbrief Ende Oktober mit Berichten und Fotos informieren.