Wissenswertes über Bolivien

Bolivien ist nach der Verfassung eine freie, unabhängige, souveräne, multikulturelle und multiethnische Republik. Sie ist präsidential mit zwei parlamentarischen Kammern, ähnlich dem US-amerikanischen System.

Präsident: Evo Morales Aima
Vizepräsident: Alvaro García Linera

Bolivien liegt im Zentrum Südamerikas, umgeben von Brasilien im Norden, von Peru und Chile im Westen, Argentinien, Paraguay im Süden und Osten.

Die Fläche Boliviens umfasst 1.098.581 Km².

Bolivien ist in insgesamt neun Departamentos eingeteilt:

La Paz, Oruro, Potosí, Chuquisaca, Santa Cruz ,Cochabamba, Tarija, Beni und Pando
mit 112 Provinzen und 327 Gemeinden.

Während La Paz der Regierungssitz ist, wird Sucre als offizielle Hauptstadt Boliviens eingetragen.

Das Klima ist in Bolivien je nach Höhe trocken und kalt oder feucht und tropisch. Man unterscheidet zwischen Regenzeit und Trockenzeit. Die Regenzeit dauert von November bis März. Die restlichen Monate sind gekennzeichnet von Trockenheit und geringen Niederschlägen. In den Nächten während der Trockenzeit kann es empfindlich kalt werden.

Rohstoffe:

Zinn, Erdgas, Erdöl, Zink, Wolfram, Antimon, Silber, Eisen, Blei, Gold, Holz, Wasserkraft.

Bevölkerung:

10,72 Mio. Einwohner (Volkszählung 2015).

Lebenswartung:

68,5 Jahre (Männer 65,7 Jahre / Frauen 71,4 Jahre) – Stand: 2014

Ethnische Gruppen:

Im Plurinationalen Staat Bolivien sind über 30 Ethnien über das ganze Land verteilt. Die meist vertretenen Gruppen davon sind die Quechua und die Aymara, die untereinander auch vermischt sind. Beide gehören zu den indigenen Völkern und machen über die Hälfte der Einwohner in Bolivien aus. Quechuas sind mehrheitlich im Departement Cochabamba, Potosí und Chuquisaca vertreten, während Aymaras in und um La Paz, der größten Stadt Boliviens, leben. Im Tiefland, im sogenannten Oriente, gibt es nur noch eine Minderheit an Indígenas, den Guaranís. Im Hochland gibt es sogar eine kleine Bevölkerungsgruppe von Nachfahren Afrikanischer Sklaven. Dabei muss man sagen, dass sich die Statistiken bei der ethnischen Zugehörigkeit sehr unterscheiden.

Nach einer Statistik vom Jahre 2007 rechnen sich 60,6 % als Mestizen an, während sich nur rund 15,6 % zu den indigenen Völkern zählen und 19 % sich zur weißen Bevölkerungsgruppe rechnen.

Religion:

Die meisten Bolivianer gehören der Katholischen Kirche an. Zudem ist der traditionelle andine Glaube allgegenwärtig und reiht sich in die christlichen Riten ein.

Sprachen:

Offizielle Sprachen sind neben Spanisch, Quechua und Aymara. Seit 2007 sind die beiden indigenen Sprachen an den Schulen Pflichtfächer. Quechua, die Sprache, die die Inkas nach der peruanischen Wissenschaftlerin Ruth Shady Solís in Caral/Peru übernommen haben, wird noch von einem Großteil der Bevölkerung gesprochen. Es gibt regionale Dialekte. In manchen Gebieten Boliviens sprechen die Leute nur Quechua, verstehen aber Spanisch. Aymara wird in La Paz und westlich davon sowie in Peru gesprochen. Das gilt sowohl für die rein indigenen Gruppen als auch für die Mischlinge. Tupi-Guaraní spricht man im Osten des Landes. Diese Sprache ist vom Aussterben bedroht.

Nationalfeiertag:

6. August (Unabhängigkeit von Spanien 1825)

Währung:

Boliviano (BOB)

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